Konzept
Konzept
Konzept

Das Anliegen der Grundschule der DSB ist es, unsere Schülerinnen ganzheitlich zu lehren, sie zu erziehen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie auf dem Stand abzuholen, wo sie sich befinden. Durch anschauliche und moderne Unterrichtsmethoden fördern wir die Erziehung unserer Schülerinnen zu unabhängigen, selbstbewussten und selbstständig denkenden und lernenden Menschen. Auch der Erwerb von Sozialkompetenzen gehört zum Unterricht an der DSB. Um das individuelle Lernen zu gewährleisten, entwickelte das Grundschulkollegium ein Förderkonzept für die Fächer Deutsch und Mathematik, welches jeder Schülerin einen individuellen Überblick darüber verschaffen soll, welche Kompetenzen sie bereits erworben hat. Zur individuellen Förderung der Schülerinnen werden die Fachlehrkräfte durch den Einsatz von Förderlehrkräften unterstützt. Auch verwenden wir in den Klassen 2-4 das Onlinediagnoseprogramm:

www.grundschuldiagnose.de

Neben dem Schulalltag feiern wir innerhalb der Grundschule zahlreiche Feste miteinander und engagieren uns bei Projekten und Aktivitäten. Die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und dem Gymnasium ist angelegt und es wird versucht den Schülerinnen die Übergänge durch das Fortsetzen gewohnter Elemente und Strukturen des Unterrichts zu erleichtern.

 

Lehrplan

Wir unterrichten unsere Schülerinnen nach einem schuleigenen Kurrikulum, dem die Lehrpläne der Bundesländer Thüringen und Baden-Württemberg zugrunde liegen. Zusätzlich durchlaufen alle ägyptischen Schülerinnen das arabische Kurrikulum in den Fächern Arabisch, ägyptische Heimatkunde und Religion.

Unterricht

Der Unterricht basiert auf dem in der Grundschule bewährten Klassenlehrersystem. Die Klassenlehrkraft begleitet dieKlasse in der Regel zwei Jahre und unterrichtet sie in den Fächern Deutsch und Mathematik und in anderen Fächern. Auch die Hausaufgabenbetreuung wird idealerweise von der Klassenlehrkraft übernommen. In dieser Zeit bilden sich enge und vertrauensvolle Beziehungen, die wichtig für das Lernen der Schülerinnen sind. Die Lehrkraft kann die Entwicklung der Schülerinnen über längere Zeiträume verfolgen und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und allen anderen Lehrkräften begleitend einwirken. Durch Methoden wie z.B. Wochenplanarbeit, Stationsarbeit und Freiarbeit wird in verschiedenen Sozialformen wie Gruppen- und Partnerarbeit interagiert.
Die Verantwortung für das eigene Lernen wird mit der Lehrkraft als Lernbegleiter gefördert.

Soziales Lernen

Sozial-emotionales Lernen ist eine Kernaufgabe der Grundschule und für unsere Schülerinnen ein Lernbereich zum Erwerb von Haltungen und Fertigkeiten, die sie beim Umgang im Klassenzimmer und in der Schulgemeinschaft täglich anwenden müssen. Im Grundschulteam wurde ein Konzept zur Förderung des sozialen Lernens entwickelt, das seit der 2. Hälfte des Schuljahres 2015/16 umgesetzt wird.

Übergänge

Vor Eintritt in die Grundschule werden die Vorschulkinder mit der neuen Umgebung und der neuen Lernatmosphäre durch „Schnuppertage“ und gemeinsame Aktionen vertraut gemacht. Die Schulanfänger werden durch die Erzieherinnen an die Lehrkräfte der 1. Klassen am 1. Schultag in einer Feier „übergeben“. Durch Informationsabende werden die Eltern vor und während der Einschulungsphase gut über die veränderten Abläufe im Schulalltag und die neuen Anforderungen informiert. Der Übergang von der Grundschule ins Gymnasium ist für die Schülerinnen oft leichter zu meistern, da sich beide
Schularten im gleichen Gebäude befinden und die Schülerinnen manche Lehrkräfte bereits kennen. Die Lehrkräfte der 4. Klassen erstellen ein Übergabeprotokoll, die zukünftigen Klassenlehrer der 5. Klassen hospitieren in den 4. Klassen und (soweit möglich) finden zu Beginn des neuen Schuljahres Übergangsgespräche statt.

Leistungsmessung

Leistungsfeststellungen und Lernfortschritte der Schüler werden im Kindergarten durch verbale Beurteilungen den Eltern bekanntgegeben. Ab der 1. Klasse werden Tests und Klassenarbeiten zur Leistungsfeststellung durchgeführt, diese werden in der Regel in der Grundschule nicht angekündigt. Die Schülerinnen erhalten in der 1. Klasse verbale Beurteilungen und ab der 2. Klasse erhalten sie dann Noten. Die Ergebnisse sind in den Zeugnissen (Halbjahres- und Jahreszeugnis) zusammengefasst.

Vergleichsarbeiten

Die Grundschule der DSB nimmt an folgenden internationalen Wettbewerben und Vergleichs-arbeiten statt: Kompetenztests (vgl. www.kompetenztests.de)
In der 3. Klasse nehmen die Schülerinnen in den Fächern Deutsch und Mathematik an Leistungstests teil. Känguruwettbewerb (vgl. www.mathe-kaenguru.de)
Die Schülerinnen der 3. und 4. Klassen nehmen auf freiwilliger Basis an diesem Wettbewerb teil.
Internationale Vergleichsarbeiten des BVA (vgl.www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_ZfA/Auslandsschularbeit/DSD/Vergleichsarbeiten/node.html)
Ziel der Vergleichsarbeiten ist die Unterrichtsentwicklung. Dazu werden die Schülerleistungen in wichtigen Kernfächern erfasst. Die Testergebnisse liefern den Lehrern wichtige Informationen über den Leistungsstand der Schülerinnen und sollen Anstoß für Maßnahmen der Unterrichts- und Schulentwicklung sein. Auch werden den Lehrern neben den Resultaten der eigenen Klasse die Ergebnisse von Schulen mit ähnlicher Schülerschaft (in unserem Fall die Ergebnisse der anderen deutschen Auslandsschulen) rückgemeldet, was eine bessere Einschätzung der Stärken und Schwächen des eigenen
Unterrichts ermöglicht.

Elternarbeit

Eine vertrauensvolle Kooperation mit der Elternschaft ist uns sehr wichtig und stellt die Basis für ein positives Lernklima für unsere Schülerinnen dar. Daher bietet die Schule den Eltern vielfältige Möglichkeiten, sich über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren. In den Sprechstunden und an den beiden Elternsprechtagen können sich die Eltern ausführlich über die Leistungen ihrer
Töchter in den einzelnen Fächer informieren. Auch bekommen Eltern eine Rückmeldung über das Sozialverhalten, sowie über das Lern- und Arbeitsverhalten ihres Kindes. Zu Beginn des Schuljahres finden Elternabende statt in denen die Elternschaft über die Schwerpunkte des aktuellen Schuljahres informiert wird.

Fördern und Fordern

„Fördern“ ist neben dem Fordern der Schülerinnen ist ein wesentliches Merkmal des Unterrichts an der DSB. Auch in einem differenzierten Unterricht gibt es hin und wieder Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen eine besondere Förderung benötigen, die über das Unterrichtsangebot hinausgeht.
Wenn ein solcher Förderbedarf von einer Lehrkraft oder den Eltern vermutet wird, werden zunächst die Beobachtungen aller mit dem Kind befassten Lehrkräfte zusammengetragen, um ein möglichst umfassendes Bild zu erstellen. In Zusammenarbeit mit den Eltern und gegebenenfalls auch der Schulpsychologin, wird dann über ein weiteres Vorgehen beraten. In Einzelfällen ist es sinnvoll, auβerschulische Spezialisten zur Begutachtung des Kindes heranzuziehen. Mit deren Hilfe erstellen die Lehrkräfte einen Förderplan für das Kind, der in Zusammenarbeit mit den Eltern umgesetzt wird. Dieser kann neben individuellen Anpassungen im Unterricht auch zusätzliche Fördermaβnahmen beinhalten. 
Folgende Fördermaßnahmen werden (teilweise kostenpflichtig) zurzeit an der DSB angeboten:

  • Lernclub (für Schülerinnen der 3./4. Klasse)
  • LRS-Förderung
  • Leseförderung durch „Antolin“ (www.antolin.de) und „Leseludi“ (www.leseludi.de)
  • Einzel- und Kleingruppenförderung durch Förderlehrkräfte
  • Hausaufgabenbetreuung an drei Tagen in der Woche
  • Beratung durch die Schulpsychologin
    

Sollten Sie weitere Fragen zu dem Konzept der Grundschule haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden: grundschule@dsbkairo.de

Andrea Schramm
Grundschulleitung